Hamburg

1. August bis 21. August 2015

Hamburger Rathaus, Foyer

Plakat der Ausstellung in Hamburg

Jan Pörksen hat gute Laune. Von der Presseschar begleitet, nimmt der Staatsrat für Arbeit, Soziales, Familie und Integration der Freien und Hansestadt Hamburg am Mobilen Fotostudio „MeinungsBILDER“ teil. Seine Botschaft ist deutlich lesbar: „VorBILDER sind für mich alle, die sich für Flüchtlinge engagieren.“ Jan Pörksen eröffnet an diesem sonnigen Augusttag offiziell die vom Bundesministerium des Innern initiierte Ausstellung VorBILDER im Hamburger Rathaus. Und das mit klaren Worten: „Hamburg ist eine weltoffene Stadt, deren Willkommenskultur sich in diesen Tagen zum Beispiel im ehrenamtlichen Engagement für Flüchtlinge in beeindruckender Weise zeigt.“ Sport und Politik müssten auch weiterhin gemeinsam gegen Rassismus – auch im Alltag – vorgehen und Seite an Seite dafür sorgen, dass ein diskriminierungsfreies Zusammenleben möglich sei.

Anlässlich der Eröffnung findet eine Pressekonferenz im Hamburger Rathaus statt. Mit dabei sind Jan Pörksen und die beiden Ausstellungsinititorinnen Marie-Luise Würtenberger vom Bundesministerium des Innern und Angelika Kohlmeier, die Fotografin. Die Journalistinnen und Journalisten haben nach kurzen Ansprachen der Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen, dann folgt der Rundgang durch die Ausstellung, im Foyer des Rathauses. Dort herrscht schon vorher Gedränge, denn das Rathaus, ein beeindruckendes Gebäude, das viele Menschen anzieht, ist der Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich: Ein wichtiges Kriterium, das erfüllt sein muss, um die Ausstellung überhaupt zeigen zu können. Viele Touristen, aber auch Bürger der Stadt kommen täglich hierher. Auch die Ausstellung findet reges Interesse. Die Menschen laufen durch die Eingangshalle, betrachten die Schwarz-Weiß-Aufnahmen und sprechen miteinander. Diskussionen entstehen. Begegnungen werden geschaffen, zwischen Einheimischen und Touristen, zwischen den Kulturen. Das ist schön und wichtig, denn über einen Austausch entsteht Verständigung und Vernetzung und eine Vernetzung hilft dabei, eine Gesellschaft zu gestalten.

Angelika Kohlmeier lädt auch heute wieder alle Besucher dazu ein, am Mobilen Fotostudio „MeinungsBILDER“ teilzunehmen, um die eigene Haltung in Worte zu fassen. Denn ein jeder sei gefragt und wir alle sollten Gesicht zeigen, Zivilcourage beweisen, aktiv für unsere Demokratie einstehen und Vorbild sein, sagt sie.

René Adler und Olaf Scholz haben es wieder geschafft. Sie sind zur gleichen Zeit am selben Ort. Es ist der 10. August 2015 und an diesem Dienstagvormittag lassen sie sich von der Fotografin Angelika Kohlmeier durch die Ausstellung im Hamburger Rathaus führen. Interessiert lauschen sie den Anekdoten von den Fototerminen in Vorbereitung der Ausstellung. Es wird viel gefragt und nachdenklich betrachtet. Die beiden lachen, als sie ihre eigene Fotowand entdecken, denn sie können sich noch gut an diesen ersten ausgesprochen kalten Novembertag, an dem das Shooting stattfand, erinnern. Der Wind pfiff ihnen in der Hafencity nur so um die Ohren. Aber was tut man nicht alles, um ein wichtiges Zeichen zu setzen? Was stört ein eisiger Wind, wenn die Botschaft stimmt: Zieht euch warm an!